update 27.8.

hier die allerneuesten informationen!
Auf dem Podium werden ExpertInnen und Betroffene über ihre Erfahrungen mit der NRW-Landespolitik sprechen.

* Bastian Wefes, Lira Wuppertal, zu den Folgen von Studiengebühren
* Prof. Heinz Sünker, Wuppertal zur Bildungspolitik und sozialer Ungleichheit
* Frank Jäger, Tacheles Wuppertal zu den Folgen von Hartz IV in Wuppertal
* Klaus Jünschke, Kölner Appell zu den Folgen der Gefängnispolitik in NRW (www.jugendliche-in-haft.de)
* Beatrix Sassermann, Gewerkschaftsaktivistin, BASO zu Lohndumping und prekären Arbeitsverhältnissen
* Wolfgang Zimmermann, Gewerkschafter, Landessprecher DIE LINKE. NRW
* Angehörige des von der Polizei in Dortmund getöteten Dominique / Karawane
* ein Beitrag der Initiative Abschiebehaft, Büren
* Eine Vertreterin von „BürgerInnen beobachten die Polizei“ zu Polizeiübergriffen und Menschenrechtsverletzungen in Polizeigewahrsam.
*VertreterInnen der Initiative Bleiberecht Solingen zur Situation der Flüchtlinge
* Knut Unger, Mieterforum Ruhr zu den Folgen des LEG-Verkaufs in NRW
* Jochen Vogler, VVN-BdA zu V-Männern in der Naziszene und zum NPD-Verbot

Freitag

Fr, 29.08.2008 , 13:00 Uhr Treffpunkt Nordbahntrasse Bahnhof Heubruch in Barmen

Trassenlauf gegen Ein Euro-Job-Ausbeuter!
Anlässlich der Eröffnung des 1. Teilstückes der Nordbahntrasse.
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Oberbürgermeister Peter Jung werden das erste Teilstück der Nordbahntrasse/Jackstädt-Weg am ehemaligen Bahnhof Wichlinghausen einweihen (ca. 13:45 Uhr). Die Nordbahntrasse ist an diesem Tag der deutsche Ort im »Land der Ideen«. Die Nordbahntrasse wird als Ehrenamt-Projekt der Öffentlichkeit verkauft, in Wirklichkeit haben dort Ein Euro Jobber vom Wichern-Haus Müll weg geräumt und Büsche entfernt. Wir protestieren mit dem ersten Trassenlauf gegen den Einsatz von Ein Euro-Jobbern, zum Teufel mit den christlichen Ausbeutern aus dem Wichernhaus, wir fordern eine existenzsichernde Bezahlung nach Bauarbeiter- Tarif, feste Verträge, dann bauen die Leute die Trasse bis nach Düsseldorf.!

Fr, 29.08.2008 , 15:00 Uhr
Elberfeld – Kasinokreisel , Wuppertal

WDR 5 live, Thema NRW:
Das Land guckt ins Bergische – der Nordrhein-Westfalen-Tag in Wuppertal, Live-Sendung u.a. Interview mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Moderation: Annette Teermann, Oliver Koch
Elberfeld – Kasinokreisel, Kasinokreisel, 42103 Wuppertal

Fr, 29.08.2008 , 19:30 Uhr
Historische Stadthalle , Wuppertal
Zieleinlauf vom Staffellauf – Von der Pader an die Wupper
Offizielle Übergabe des Staffelstabs mit Paderwasser an Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident des Landes NRW. Ein von der Barmenia gesponsertes Highlight im Vorfeld des Nordrhein-Westfalen-Tages 2008. Der Staffelstab wird von LäuferInnen über insgesamt 148, teilweise sehr bergige, Kilometer sicher getragen und an Jürgen Rüttgers übergeben.
Zur gleichen Zeit
Wir empfangen unsere StaffeläuferInnen: Schluss mit der Abschiebehaft! Schliessung des Abschiebeknast
Zieleinlauf vom Staffellauf – Vom Abschiebeknast Büren bei Paderborn an die Wupper
Offizielle Übergabe des Staffelstabs mit Protestwasser an Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident des Landes NRW. Der Staffelstab wird von antirassistischen LäuferInnen über insgesamt 250, teilweise sehr bergige, Meter sicher getragen und an Jürgen Rüttgers und die Justizministerin Piepenkötter übergeben

Samstag abend

• Treffpunkt Samstag 22:00 Hauptbahnhof Gleis 1 Die Wuppertal Bewegung lädt zur Techno- Tunnel Party im Tunnel Kleeblatt.
Tanzparty gegen Fledermäuse und für noch mehr Ein-Euro Jobs
(kommt rechtzeitig mit der Bahn, weil es zu Verkehrsstörungen aus Richtung Köln kommen. kann). Wer als Ein-Euro-Jobber verkleidet erscheint, bekommt ein Gratismedikament.

• ab 24.00 Einstieg Schwebebahn Döppersberg Richtung Vohwinkel – Bringt Radios und das kalte Buffet mit!
Rave gegen das Verzehrverbot in der Schwebebahn und gegen die Bereitstellung von Gefangenenbussen für den 1. Mai.


8 Antworten auf “update 27.8.”


  1. 1 mina 27. August 2008 um 12:58 Uhr

    Noch mehr Programm

    Geschichte bewegt. 30-31. August 2008

    Die Geschichte der bergischen Großstadt prägen zwei berühmte Postkartenmotive: Zum einen der weltberühmte Tuffi-Sprung, zum anderen die Barrikade an der Sonnborner Strasse. Bei Letzterer ist es Friedrich Engels und seinen GenossInnen 1849 gelungen, eine 12m große Barrikade gleichzeitig auf einem Bild zu verewigen.

    Location Ausbildungsbühne der ARGE Sonnbornerstrasse
    - „Living History“ – ein Geschichts-Pfad, der die Historie Wuppertals in „lebendigen historischen Bildern“ darstellt. Nachstellung der Barrikade von 1849 mit Personen in historischen Kostümen. Nach der Barrikade demonstrierte die Menge gegen die Kontrolleure des „Elberfelder Systems“ und gegen die Sklaven-Beschäftigungsträger des alten Wuppertals. Gleichzeitig erinnern wir mit unserem Auftritt an die mutigen GegnerInnen der Wuppertaler Sozialpolitik von 1806. Vor genau 200 Jahren demonstrierten Hartz IV-GegnerInnen mit einer Katzenmusik gegen den Mitbegründer der Elberfelder Allgemeinen Armenanstalt von 1800, Johann Friedrich Wilberg. Wilberg setzte damals für die Elberfelder Armenanstalt durch, dass den Armenhilfeempfängern statt Bargeld nur noch Naturalien, u.a. die aus alten Resten gekochte so genannte „Rumfordsche Suppe“ ausgegeben wurde. In seinen Erinnerungen berichtete Wilberg, dass aus Protest gegen diese Anordnung nachts Knochen an das Treppengeländer vor seiner Haustür gebunden und er in den Armenvierteln „Knochenkerl“ und „Bluthund“ genannt wurde.

    Location Zooviertel
    - Rundgänge durch das Zooviertel mit Erläuterungen zu den Häusern ermordeter und vertriebener Wuppertaler Juden: Welche Wuppertaler Firmen und welche Hausbesitzer profitierten von der Arisierung? An welchen NS-Verbrechen war der Bayer (IG-Farben) Chef Hörlein beteiligt? Warum wird an der TAW-Villa nicht an die Opfer der IG-Farben Menschenversuche erinnert?
    Location Jankel Adler Museum (Ehemaliges Von der Heydt-Museum)
    Unschuldiger Nazitrottel oder antisemitischer Mäzen? Zum Umgang mit Eduard von der Heydt in Wuppertal –eine Museumsführung
    Location Schuhhaus Klauser

    Zum 70. Jahrestag der Reichsprogromnacht werden wir mit einer Cluster-Performance (Aufbau-Zerstörung) das Schuhhaus Klauser besuchen. Klausers Schuhkette entstand aus der „Arisierung“ von jüdischen Schuhgeschäften in Elberfeld, Barmen und Witten. 1988 wagte die Firma noch ihr 50igsten Jubiläum zu feiern. Das Schicksal der jüdischen Besitzer interessiert die Firmenleitung von Klauser u.a. Ex CDU Chef Hermann Josef Richter hingegen nicht. So starben die Vorbesitzer vom Schuhpalast in der Berlinerstraße Emil Rosendahl und Paulina Rosendahl 1942 im KZ Theresienstadt.

    Location Grobschnitt-Konzert 30. August 2008

    „Legal illegal scheissillegal“ die Geschichte der sozialen Proteste in Wuppertal
    „Der Pöbel ist überhaupt im Bergischen an eine große Freiheit gewöhnt, er hat
    so ziemlich seinen freien Willen, und dieser Bär kann nur von den Fabrikheeren
    gezähmt werden. (…)Bei der Umänderung des Armenwesens in Elberfeld ward
    für die faule Bettlerjugend eine Industrieschule beliebt (…). Nirgends mogte
    eine Industrieschule nöthiger sein, als hier: Knaben, die schon in Fabriken
    arbeiten konnten, aber nicht wollten, ergaben sich dem Müßiggange, dem
    frechsten Unfuge, dem häßlichsten Lärme, reiften zu Bettler und Dieben heran,
    und waren zum Theil schon Diebe in einer Bande. (…) Eine Horde von mehr als 20 Armenschülern von 7 bis 14 Jahren war wirklich zum Complotte organisiert, stahl Schinken, Würste, Semmel, Brantewein, Toback, Pfeifen etc. begab sich mit schwarz gemachten Gesichtern in der Dämmerung zu einem eine halbe Stunde vor der Stadt in einer romantischen
    Gegend belegenen Kalkofen, verzehrte dort ihren Raub in spitzbübischer Fröhlichkeit, und sang dazu das Schillersche Räuberlied! Ein freies Leben führen wir, Ein leben voller etc. etc. Die Haupträdelsführer legten sich Namen berüchtigter Räuberführer, Z. B. General Titti etc. bei, sie brauchten den Namen Dieb, stehlen, nie, sondern sie hatens’s nur erschnappthatten Theil an einer Schnapperei gehabt, und nie gehört oder gelesen: du sollst nicht
    schnappen.“
    Unglaublich, oder? Um das Maß ihrer Unverschämtheit voll zu machen, verhöhnten
    die Spitzbuben einen Polizisten, der sie auf der Straße zur Ruhe anhalten
    wollte, und machten sich über ihn lustig…

  2. 2 mina 27. August 2008 um 15:51 Uhr

    Mittwoch, 27. August 2008
    CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (III)
    Boom! um3000 am NRW-Tag-Wochenende

    Ein in jeder Hinsicht interessantes Wochenende steht vor der Tür. Ministerpräsidenten, die Bundeswehr, das Fernsehen, Trachtengruppen, Artisten, Fliegende Händler, Sportler, Staffelläufer, Promotiontrupps, blackblock und Bereitschaftspolizei en gros haben sich angekündigt, die temporäre Landeshauptstadt Wuppertal mit ihrem Besuch zu beehren. um3000 wird da nicht abseits stehen. Gleich zweimal macht es Boom!

    Am Freitag, den 29.08. wiederbelebt das Café ADA eine alte Tradition und feiert „sich. mich. dich.“ in grosser Runde. Dabei ist dem ADA hoch anzurechnen, als einziger Szene-Veranstalter nicht auf den Zug, der zum – (vom Stadtmarketing ausgerufenen) – „Standort starker Marken und Global-Player“ dampft, aufgesprungen zu sein, sondern in die andere Richtung unterwegs zu sein. Vom Eintrittspreis für die „Celebration-Time“ – (8,00, bzw. 6.00 Euro für Schüler, Studenten, Arbeitslose) – geht ein Solidaritätseuro nämlich an den Rechtshilfefonds* der Roten Hilfe Wuppertal für die 199 bei der 1.Mai-Demonstration am Ostersbaum Festgenommenen, die derzeit allesamt noch Anzeigen wegen Landfriedensbruch am Hals haben.

    Prima, dass inmitten all der „NRW-Tag-Partycards“ und gern mitgenommen „Side-Effects“, die von der lokalen Clubszene zur grossen Beweihräucherung der CDU-SPD-FDP Landes- und Lokalpolitik beigesteuert werden, ein Schock Wuppertaler Künstler und DJs zeigen, auf welcher Seite sie stehen.

    Die ADA-“Celebration-Time“ beginnt – fast schon traditionell – mit einem Nachmitag für Eltern und Kinder um 15°° uhr, und steuert über verschiedene Capoeira- und DJ-Workshops ab 20°° uhr auf ein massives DJ-Line-Up zu.

    Auf beiden Etagen und in voraussichtlich drei Räumen geht die musikalische Reise von der Karibik über Mittel- und Nordamerika bis auf den Balkan direkt in die Londoner Clubszene. Reiseleiter sind Radio Pueblo, Championsound, Deli-Kutt, Schmoove, Jester, Orson, Mack und Andy, Funkexpress und alphawal aus dem AZ, und um3000.

    Der um3000-Set, zwischen experimentellem und Dubstep-Boom! ereignet sich – wahrscheinlich in der erstmals genutzen „Kammer“ – irgendwann so um halb eins in der Nacht – zwischen Andy und Mack – und dauert diesmal etwa 75 Minuten. Wann und wo die einzelnen DJs genau zu hören sind, könnt ihr einer gesonderten Info entnehmen, die Freitag am Eingang verteilt wird.

    „Celebration-Time“ – die ADA-Party. Die korrekteste Feier für Freitagnacht.

    Flyer 29/08-FrontFlyer 29/08-Rückseite

    Am nächsten Abend, Samstag, 30.08. geht es dann in die Nähe des Hauptquartiers von Team Green. (Ausgerechnet!) Irgendwo auf der Allee des Friedrich Engels kurz hinter der Ost-West-Grenze, vibriert ein wahrscheinlich ereignisreicher Tag mit Video-Projektionen und einem speziell zusammengestellten um3000-Soundtrack nach und nach aus. Einfach auf bewegliche Lichter schauen – dann werdet ihr’s schon finden. Wann’s losgeht, ist noch unbekannt. Gegen 21°° uhr mal einzutreffen, kann aber kein Fehler sein.

    Man sieht sich.

    *: Rechtshilfefonds der Roten Hilfe Wuppertal e.V. für die 199 Festgenommenen des 1.Mai: Gemeinschaftsbank e.G. BLZ 430 609 67 Konto: 400 7238 304, Stichwort: „1.Mai 2008″

    Link des Artikels: http://um3000.twoday.net/stories/5151435/

    Dienstag, 26. August 2008
    CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (II)
    Unerwünschte Eigeninitiave

    Der Wuppertaler an sich. Das ist ein seltsamer Menschenschlag. Etwas krude, ein wenig mürrisch, zäh und voller eigensinnigem Tatendrang bis hin zum Aktionismus. Eine grosse Tradition sektiererischer Gemeinden und widerborstiger Individuen zeugt davon. Manchmal ist das selbst der eigenen Stadtverwaltung nicht ganz geheuer. Dann ist Schluss mit lustig.

    Da will man für seine Bürger ein schönes Tschingderassa-Bumm veranstalten, so richtig mit Bundeswehrbeteiligung, Trachtengruppen und dem besten, was ansässige Konzerne für eine Bespassung des Plebs herzugeben bereit sind, und die Leute danken es nicht. Stattdessen maulen sie herum und kommen doch tatsächlich mit eigenen Ideen. Da feiert der eine Stadtteil parallel zum grossen NRW-Kindergeburtstag einfach sein eigenes Fest, die Einzelhändler sind empört, weil Auswärtige die Generation Wurst mit Fettkringeln versorgen sollen und nicht sie selber, und dann laden auch noch welche ihre Freunde in Eigeninitiative zur grossen Fete ein.

    Einige Bürger der Stadt hatten nämlich tagelang über ein eigenes Programm für ihre Bekannten nachgedacht, an dem sich auch alle anderen würden beteiligen können. Sie haben dafür viel Zeit, Arbeit und Geld in bunte Heftchen und unterhaltsam zu lesende Internetzseiten investiert, damit möglichst alle davon erfahren. Und sie haben sogar, ganz brav, das etwas bekiffte Logo einer schlingernden Schwebebahn für ihre eigenen Einladungen verwendet, das die Marketing GmbH der Stadt doch eigens als Motiv zur Weiterverwendung angeboten hatte.

    Sie haben das Heftchen ausgelegt, gar nicht wild, sondern extra in dafür vorgesehene Prospektständer an vielen öffentlichen Stellen, und es sah ganz toll aus – es war von den teuren Prospekten der Superprofis in der Marketing GmbH fast nicht zu unterscheiden und dabei origineller getextet.

    Gastfreundschaft unerwünscht? Einladungen in Eigeninitiative

    Doch genau das muss die Leute im Stadtmarketing geärgert haben. Soviel Eigeninitiative und Gastfreundschaft war mit dem von ihnen ausgedachten Slogan „Wuppertal bewegt. Sich. Mich. Dich.“ offenbar nicht gemeint. Sie lancierten böse Berichte in den lokalen Medien und reagierten sehr empört. Ihre Mitarbeiter mussten von nun ab täglich nachsehen, ob die fremden bunten Heftchen wieder irgendwo herumlagen um sie einzusammeln. Man sprach gar von einer widerrechtlichen Verwendung der merkwürdig bekifften Schwebebahn, die man doch eigentlich allen geschenkt hatte, um damit Eingangstüren, Autoblech, Küchenkacheln oder sonstwas zu verzieren. Nur eben keine bunten Heftchen – zumindest nicht, wenn sie toller getextet waren als die eigenen.

    Das ist eigentlich doof. Schliesslich muss man seine Wuppertaler doch kennen, wenn man auf einem der prima bezahlten BAT-Jobs anheuert. Da darf man nicht beleidigt reagieren, nur weil sich die Bürger der Stadt ‚was Eigenes ausdenken. Das haben die doch immer schon gemacht.

    Und es ist auch gar nicht gastfreundlich. Was sollen die ganzen, in Eigeninitiative eingeladenen Gäste von ausserhalb jetzt denken, wenn das für sie zusammengestellte Programm jetzt nicht mehr öffentlich ausliegt? Will das Stadtmarketing zehntausende aktionssuchende junge Leute orientierungslos in der Stadt herumirren lassen? Will das Stadtmarketing vielleicht gar keine feiernden Besucher des NRW-Tags?

    Damit dieser Eindruck nicht entsteht, soll das wirklich tolle, in grandioser Eigeninitiative der Bürger entstandene Programm auch an dieser Stelle nochmals veröffentlicht werden:

    Das Bürgerprogarmm am Freitag, 29.08.2008

    An der Stadthalle, Johannisberg/Kleeblatt:
    • 16:00 uhr: Tribunal gegen die Politik der NRW-Landesregierung
    • ab 17:30 uhr: Stadthalle: Teilnahme (versuche) an Kabinettssitzung und NRW-Gala.
    • ab 18.00 uhr: Landesweite Protestkundgebung gegen Studiengebühren (AStA Wuppertal)
    • 20:00 uhr: Polonaise zum Döppersberg
    • 20:00 uhr: Demonstration gegen Studiengebühren

    Vor der Polizeiwache Döppersberg:
    • ab 20:00 uhr: Konzert gegen Polizeigewalt in NRW – Es spielen u.a. Microphone Mafia, Klaus der Geiger, Capito Si, S1R, Compania Bataclan und Simple Tings
    • ab 23.00 uhr: Demonstration gegen Polizeigewalt, Dummheit und Brutalität im Amt
    • ab 24.00 uhr: Kollektives Sleep In im Camp auf der Hardt (nähe Grillpavillion), den veganen Campabschnitt findet ihr an den Gewächshäusern am Botanisches Garten.

    Von anderen Gruppen:
    • 11.00 uhr: Pressekonferenz auf der Staumauer der Wupper-Talsperre unter dem Motto “Das NRW-Fest fluten! Don´t forget Möhne – Bomber Harris do it again!”
    • 14.00 uhr: Mahnwache vor dem Unternehmerkongress mit dem Brecht-Chor
    „der Haifisch der hat Zähne“.
    • 18.49 uhr – Stadthalle Haupteingang: Flash Mob “Kleiner Hai – Eat the Rich!”
    • 20:00 uhr – vor der Stadthalle: Demonstration gegen das Rauchverbot Smoke-In im Smoking: freie Vereinigung nordrhein-westfälischer Bar- und Kneipenwirte
    gegen das Rauchverbot.
    • 22:00 uhr: Araltankstelle vor dem Polizeipräsidium: Autorennen gegen die hohen Spritpreise. Autokorso zur Stadthalle.
    • 22.00 uhr: Treffpunkt Schauspielhaus: Gegenkundgebung – Fahrraddemo gegen den niedrigen Benzinpreis.
    • ab 22.00 uhr: Celebration-Time – Party im Café Ada

    Das Bürgerprogarmm am Samstag, 30.08.2008

    • ab 10:30 uhr: Gemeinsames Frühstück im Camp auf der Hardt
    • ab 12:00 uhr – Treffpunkt Minna Knallenfalls (Elberfelder Innenstadt):Transbergischer Stadtrundgang – direkte Aktionen und Spaziergänge zu Polizeigewalt, Ausbeutung und staatlichen Rassismus.
    • ab 13:30 uhr Treffpunkt Sonnborn Hauptkirche: Festparade der Brauchtumsvereine und Schützenkönige, auch wir AbschiebehaftgegnerInnen, Hartz IV-Betroffenen (mit schwarzem Block) und StudentInnen gegen Studiengebühren reihen uns in die Demo ein. Das WDR Fernsehen überträgt live und MP Rüttgers sitzt mit Ehrengästen auf der Ehrentribüne.

    Von anderen Gruppen:
    • ab 15:00 uhr: internationales Punktreffen am Wuppertaler ZOO und am Barmenia Beach, Kampftrinken, Dosenwerfen,…
    • Abends – Reclaim the Beach – Beachparty mit Punkbands
    • Punk Camp am Barmenia Beach

    Samstag abend:
    • Rave gegen das Verzehrverbot in der Schwebebahn und gegen die Bereitstellung von Gefangenenbussen für den 1. Mai. (Details werden kurzfristig bei youtube bekanntgegeben)
    • Treffpunkt Samstag 22:00 Hauptbahnhof Gleis 1: Die Wuppertal Bewegung lädt zur Techno-Tunnel Party im Tunnel Kleeblatt. Tanzparty gegen Fledermäuse und für noch mehr Ein-Euro Jobs. Wer als Ein-Euro-Jobber verkleidet erscheint, bekommt ein Gratismedikament. (Kommt rechtzeitig mit der Bahn, weil es zu Verkehrsstörungen aus Richtung Köln kommen kann)

    Das Bürgerprogarmm am Sonntag, 31.08.2008

    • Katerfrühstück am Barmenia-Beach
    • Unkonventionelle Teilnahme am Triathlon
    • Dampflok Blockade als Training fürs Wendland : mit X-tausendmal quer
    • Müllaktion „Kein Mülltourismus aus Neapel“ der einheimische Müll stinkt zum Himmel- Performance in den City Arcaden – bringt euren Müll mit!
    • Beachfußballturnier um den Günter Pröpper Cup am 31. August 2008 auf dem Barmenia-Beach zwischen 12-18 Uhr
    • ab 14:30 uhr beginnt am gleichen Ort auch ein Raufballturnier
    • ab 14:00 uhr Teilnahme am Umzug des Landes NRW mit blackblock

    Weitere Infos:
    Aufruf zum Tribunal gegen die NRW-Landespolitik
    Alles zum NRW-Tag – die Seite zum Fest
    Autonomes Zentrum Wuppertal

    Link des Artikels: http://um3000.twoday.net/stories/5149164/
    Rubrik: 02 – PLAN & AKTIVISMUS
    0 Kommentare

  3. 3 mina 27. August 2008 um 19:33 Uhr

    Montag, 25. August 2008
    CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG (I)
    Journalistisches Totalversagen

    No NRW-Tag!

    „…sind illegale Sprayer zu dem Thema in der Stadt unterwegs:“ (WZ)

    Nachdem die Wuppertaler Nachrichtenmonopolisten der WZ – die sich offenbar eher als Erfüllungsgehilfen der städtischen Marketing GmbH, denn als journalistisches Medium begreifen – die geplanten Proteste und Aktionen zum NRW-Tag in Wuppertal am nächsten Wochenende wochenlang verschwiegen hatten, hat sich nun, am Dienstag letzter Woche, Andreas Lukesch in der Westdeutschen Zeitung dann doch mal dazu zu Wort gemeldet. Anhaltendes Schweigen wäre jedoch besser gewesen.

    Offenkundig ohne jeden Versuch einer Recherche bei den Veranstaltern des geplanten Tribunals gegen die NRW-Landespolitik, und ohne jede kritische Distanz zum Polizeieinsatz am 01.Mai – bei dem am Ostersbaum 199 Leute willkürlich festgenommen worden waren – schwankt Lukeschs Artikel zwischen Selbstgefälligkeit, kleinmütiger Sorge um das grosse Fest und kaum verhohlenen Drohungen gegen die autonome Szene, für die er „einen Polizeisprecher“ zitiert, um ausgerechnet diesen Polizeiüberfall auf die diesjährige autonome 1.Mai-Demonstration als Muster für einen Umgang mit Störern des NRW-Tags zu empfehlen. Dass Lukesch dabei an vielen Stellen einen unfreiwillig komischen Artikel verfasst hat, dürfte bei diesem Eiertanz unvermeidlich gewesen sein.

    So war die versuchte Skandalisierung der Tatsache, dass der Aufruf des Wuppertaler AStA zum Tribunal gegen die NRW-Landespolitik über die Universitäts-Homepage verlinkt war – (wo denn sonst, fragt man sich) – selbst in den Augen des einzig dazu befragten Uni-Sprechers Michael Kroemer eigentlich nur dann ein Skandal, wenn man dem AStA das „Recht auf freie Meinungsäusserung absprechen will“. Gar nicht mehr komisch ist dann jedoch, dass genau das aber mittlerweile offenbar tatsächlich geschehen ist – die AStA-Seite des Demonstrationsaufrufs ist jedenfalls inzwischen anscheinend vom Netz genommen worden.

    Screenshot

    Freie Meinungsäusserung? Google-Cache-Screenshot.

    Noch lustiger wird es allerdings, wenn Lukesch im weiteren Verlauf die pauschale wie unpräzise Behauptung, die Stadthalle sei am nächsten Freitag ohnehin „Sperrgebiet“ in den Raum stellt, offenkundig nur, um dem ganzjährig redaktionell satt beworbenen „Wupper-Beach“ an der Stadthalle die Gelegenheit zu geben, darauf hinzuweisen, dass es dort am 29.08. keine Cocktails in die Hohlbirnen zu schütten gibt. Alle also, die darauf hofften, dort an der Cocktailbar zwischen den, in der WZ so gern abgedruckten, im Feinsand liegenden, Bikinimäusen ihren Molotow-Cocktail erstehen zu können, gucken demnach in die Röhre… Demzufolge erwartet Lukesch neben vielen „fröhlichen NRW-Tag-Besuchern“ durchaus auch „mürrische Protestler“.

    Lukeschs Artikel kann in der Summe nur als halb-offizieller Versuch gewertet werden, die einen mittels zu erwartender Aussichtslosigkeit vom Protestieren abzuhalten und die anderen von Vornherein einzuschüchtern. Er stellt schlicht einen neuerlichen Tiefpunkt journalistischen Versagens bei Wuppertals einziger Tageszeitung dar.

    Dafür, dass der Plan, Proteste am Wochenende im Keim zu ersticken, nicht aufgeht, können jedoch möglichst viele Leute sorgen, die sich am Freitag-Nachmittag zur NRW-Kabinettssitzung am Johannisberg einfinden, um der Landesregierung, aber auch der Stadtspitze zu zeigen, was sie von der beabsichtigten Selbstbeweihräucherung der Landes- und Lokalpolitiker halten. Lasst euch dort sehen und hören, und bringt jeweils noch eine oder einen mit.

    Lasst uns einfach aus dem ganzen NRW-Tag-Wochenende ein Happening machen, dass überregional Beachtung findet, sodass man es bei der Berichterstattung darüber dann vielleicht auch mal mit einigen richtigen Journalisten zu tun bekommt.

  4. 4 mike 27. August 2008 um 22:29 Uhr

    was für arme würste ihr seit

  5. 5 Administrator 28. August 2008 um 22:30 Uhr

    mensch mike, wenn überhaupt denn „seid“, mit der rechtschreibung hast dus wohl nicht so, hmm?
    und ich hoffe für euch wohlhabende fleischwaren, das ihr recht schnell wegrennen könnt, außerdem danke für deine daten. was mensch mit so einer ip-adresse nicht alles anstellen kann…

  6. 6 mina 29. August 2008 um 7:53 Uhr

    WDR

  7. 7 mina 29. August 2008 um 7:54 Uhr

    Landesfest lockt NRW-Interessierte und Kritiker
    NRW feiert sich in Wuppertal

    Es soll ein Fest werden, das die „Vielfalt des Landes erlebbar macht“: Der Nordrhein-Westfalen-Tag 2008. Am letzten August-Wochenende lädt Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Bürger nach Wuppertal ein.
    Rathaus Wuppertal; Rechte: WDR/ZanettiniBild vergrößern

    NRW-Tag dieses Jahr in Wuppertal

    „In Wuppertal wollen wir das Gemeinschaftsgefühl mit dem Land stärken“ – so hat es NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) vorab angekündigt. Ein Wochenende lang soll Wuppertal zum Zentrum Nordrhein-Westfalens werden. Dabei will sich nicht nur die Landesregierung mit ihren verschiedenen Ressorts präsentieren, auch einzelne Regionen NRWs sollen ihre Eigenarten und Stärken vorstellen – so der Gedanke des Nordrhein-Westfalen-Tages. Entstanden ist die Idee anlässlich des großen Bürgerfestes 2006, bei dem zwei Millionen Besucher den 60. Geburtstag des Landes in Düsseldorf feierten.
    „Wuppertal bewegt. Sich. Mich.“

    Das Programm beginnt am Freitag (29.08.08) mit einer Sitzung des Landeskabinetts in Wuppertals historischer Stadthalle und einem anschließenden Galakonzert. Eine Festparade mit 1.700 Teilnehmern soll am Samstag als offizielle Eröffnung die Brauchtümer des Landes vorstellen. Der WDR überträgt den Umzug ab 13.55 Uhr live im Fernsehen. Am Samstag und Sonntag soll sich Wuppertal dann in eine riesige Partymeile mit über hundert Veranstaltungen verwandeln. Das Motto der Feier: „Wuppertal bewegt. Sich. Mich.“
    Wildwasserfahrten, „Brings“ und „Grobschnitt“
    Jürgen Rüttgers, Logo NRW Tag; Rechte: dpaBild vergrößern

    Rüttgers – Erfinder des NRW-Tags

    Zentrales Thema des vom Land mit 300.000 Euro geförderten Bürgerfestes ist „Mobilität“, das sich in den Bereichen Sport, Wirtschaft, Technik und Kultur widerspiegelt. Auf dem Programm stehen Wildwasserfahrten auf der Wupper ebenso wie ein ökumenischer Gottesdienst oder ein Seifenkistenrennen. Auf elf Bühnen werden das ganze Wochenende durch Konzerte für jeden Musikgeschmack stattfinden: Von Rock bis Punk, von der Big-Band bis zum Tango. Auf der WDR-Bühne steht für Sonntag die Kölner Gruppe „Brings“ auf dem Plan, während auf der Landesbühne die Rockgruppe „Grobschnitt“ gastiert. Zu den sportlichen Höhepunkten gehört schließlich ein Staffellauf, der von Paderborn – der Stadt des NRW-Tages 2007 – über 148 Kilometer an die Wupper führt.
    Kritik an Landespolitik

    Ebenfalls dabei, aber weniger in Feierlaune, werden verschiedene Gruppen aus allen Landesteilen sein, die die Veranstaltung nutzen wollen, um ihre Kritik an der Landespolitik zu äußern. So ruft das Wuppertaler Sozialforum gemeinsam mit Studentenvertretungen dazu auf, am Freitag (29.08.08) gegen die Bildungspolitik zu demonstrieren. Die Aktivisten kündigen Protest gegen Kopfnoten, Studiengebühren und Privatisierung von Bildungseinrichtungen an.

    Vor der Stadthalle wollen die Kritiker eine „Protestbühne“ aufbauen, von der aus ein „öffentliches Tribunal“ über die Politik der Landesregierung gehalten werden soll. Als Redner haben sich unter anderem der Landessprecher von „Die Linke NRW“, Wolfgang Zimmermann, Klaus Jünschke vom Kölner Appell und Vertreter des Mieterforum Ruhr angekündigt.

  8. 8 mina 29. August 2008 um 12:48 Uhr

    Sehr bedauerlich

    Der neue rechte ASTA der Uni Wuppertal entschuldigt sich und distanziert sich von den Gegenaktivitäten und „bedauert“ den „gewaltbereiten Aufruf“ gegen den „NRW-Tag“.

    Der ASTA ist u.a. zusammengesetzt aus rechten und ahnungslosen Jusos und der Gruppe Veritas, die schon im letzten Jahr gegen Drogenkranke gehetzt haben und Studiengebühren lieben.

    Sie rufen stattdessen zu eine Jubeldemo unter dem Motto „Studiengebühren sozial verträglich gestalten – Studengebühren sind kein Verbrechen – Hochschulpolitik statt Landespolitik“ heute um 18:00 vor der Stadthalle auf.
    Um 19:30 gewährt ihnen der Forschungsminister den neoliberalen StudentInnen eine Audienz.

    Wer nichts bedauert komme nach Wuppertal

    www.nrwtagversenken.blogsport.de

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